Ein toller Tag mit Nerz und Co

Bericht zur Exkursion nach Winzlar zur ÖSSM am 19.05.2015.

Der Tag begann mit einer anstrengenden Fahrradtour von unserer Schule zur Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) und endete auch wieder mit dem Rückweg zur Schule – zum Glück gab es den ganzen Tag über nur Sonnenschein und keinen einzigen Regenschauer! 🙂
Der Zeitraum zwischen den beiden Fahrradtouren war sehr interessant.

Als wir unser Seminar bei der ÖSSM begannen, wurde am Anfang erst einmal zusammen mit Thomas Brandt geklärt, was eigentlich Artenschutz ist und wofür dieser gut ist. Schnell hat unser Kurs Antworten auf die Fragen gefunden.

Was ist Artenschutz?
Der Artenschutz ist dazu da, um Tiere oder Pflanzen vor dem Aussterben zu bewahren. Man schützt somit auch den Lebensraum einzelner Tiere und Pflanzen, damit sie in ihrer Umgebung gut leben können. Damit diese Lebensräume erhalten bleiben, werden teilweise extra Schutzgebiete eingerichtet, wo Tiere und Pflanzen ohne negative Beeinflussung durch den Menschen leben können. In den Schutzgebieten können auch verschiedene Tiere oder Pflanzen wieder angesiedelt werden, die vielleicht durch den Menschen vertrieben worden sind.

Wofür ist Artenschutz gut?
Den Artenschutz gibt es, damit die Artenvielfalt verschiedener Lebewesen vorhanden bleiben kann. Zum einen können Lebewesen für den Menschen von Bedeutung sein, wenn z.B. aus bestimmten Pflanzen Medikamente gewonnen werden.
Artenschutz gibt es aber auch, weil die Menschen sich dazu verpflichtet fühlen Arten zu schüzten und vor dem Aussterben zu bewahren.

Nach der Klärung der Fragen hat Eva Lüers einen Vortrag zur Wiederansiedlung des europäischen Nerzes vorgetragen. Sie berichtete, wo der Nerz seinen eigentlichen Lebensraum hat und das er sich dramatisch verringert hat. Die Nerze, die wieder angesiedelt werden sollen, kommen aus europäischen Züchtungsstationen und werden seit 2010 am Steinhuder Meer wieder angesiedelt.
Frau Lüers hat uns ebenfalls erzählt, dass die Tiere, welche wieder angesiedelt werden, ab und zu mit einem Sender ausgestattet werden, damit man die Tiere orten kann. Dies nennt man Telemetrie.

Daraufhin hat sich unser Kurs in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen bekamen eine Richtantenne für ihren jeweiligen Sender.
In Abb. 1 sieht man, wie der Sender gesucht wurde und wie so ein Sendersuchgerät aussieht. Die Telemetrie ist sehr aufwändig, da nur mit einer Kreuzpeilung der genaue Standort ermittelt werden kann. Durch einen Standortwechsel und die Lautstärke des Piep-Tons musste man versuchen den Standort zu ermitteln – nicht einfach!
Hier haben wir uns vorgestellt, wie schwer es sein muss ein kleines Tier wie den Nerz, der sich vielleicht noch bewegt und in sumpfigem Gelände unterwegs ist zu lokalisieren.

Nach der Telemetrie ist unser Kurs noch mit Thomas Brandt in die Natur gefahren, wo wir uns einen angelegten Tümpel für Laubfrösche angesehen haben (Abb. 2).

Bereits im Vortrag haben wir erfahren, dass in einem guten Laubfroschlebensraum zahlreiche kleinere Tümpel zum laichen und für die Entwicklung der Kaulquappen vorhanden sind. Diese Voraussetzungen liegen im Naturschutzgebiet am Steinhuder Meer vor und einer dieser Tümpel ist für alle Besucher vom Radweg aus einsehbar.
Nachdem wir uns den Tümpel angesehen und sogar einen Laubfrosch entdeckt haben, sind wir noch in die Meerbruchswiesen gefahren und haben uns verschiedene Vogelarten angeschaut.
Der Tag war insgesamt sehr informativ, naturnah und interessant. Jedem, der sich für Wiederansiedlung verschiedener Arten und allgemein für Tiere interessiert, empfehlen wir so eine Tour zu machen! 🙂

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