Der Mensch als Heide-Hero

Ich stelle mir vor, mit meinen Liebsten spazieren zu gehen. Links und Rechts die wundervolle Flora- und Faunawelt. Grade als ich die süßen Heidschnucken begutachten und meinen Schokoriegel esse, fällt mir auf – hier ist ja nirgendwo ein Mülleimer. Aber wieso? Diese Frage konnte uns Jan Brockmann, ein Heideranger beantworten.

Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide ist ein großes Naturschutzgebiet.

 

Was macht ein Heideranger? Heideranger sind Personen, die sich um das erhalten der Heide kümmern. Sie arbeiten in dem Naturschutzgebiet und helfen der Heide sich selbst zu regenerieren. Außerdem führen sie verschiedene Gruppen durch die Heide und erzählen ihr Wissen. Die Heideranger gelten als „Vermittler zwischen Mensch und Natur“. Zu den Aufgaben eines Ranger gehören die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherbetreuung und Umweltbildung, der Biotop- und Artenschutz, die Begleitung wissenschaftlicher Untersuchungen und die Überwachung der Schutzbestimmung.

Es gibt keinen Müll, da nur Natur interessierte Besucher die Heide besuchen. Außerdem versicherte er uns, dass die Besucher der Heide nicht negativ beeinflussen. Die einzige Ausnahmen in der die Heide anthropogen beeinflusst wird, ist wenn, wenn die Besucher die Wege verlassen und somit Fauna und Flora gefährden. Die durch Erosionen bzw. den Menschen zerstörte Heide regeneriert sich zum Glück selbst, da ihre Samen im Boden verankert sind und nichts als Licht zum wachsen und überleben brauchen. Des Weiteren wird die Heide einmal im Jahr unter Aufsicht der Feuerwehr und Bundeswehr abgebrannt, damit neue Pflanzen wachsen können. Außerdem gibt es sogenannte „Entkrusselungsaktionen“, mit dem Fokus, dass die Heide aufgeräumt wird und die Birkenwüchse rausgekrusselt werden.

Da die Heide nur einen natürlichen Feind (den Heideblattkäfer) hat und dieser nur alle 7-8 Jahre auftaucht, brauchen die Heiden Ranger auch keine Schutzmaßnahmen, wie Schädlingsbekämpfungsspray anwenden. Dies ist auch im Sinne von den Heidschnucken, die dort die Besucherwege kreuzen und die Heide, die Birken und das Unkraut gerne mal essen. Würden die Schnucken dies nicht machen, würde es bald keine Heide mehr geben, da die Birken sonst alles überwuchern würden.

In der Heide gibt es eine Symbiose aus Heidschnucken, Honigbienen und Heidepflanzen. Die Heidschnucken erhalten die Heide. Dadurch können die Bienen Nektar sammeln. Abgesehen davon zerstören die Heidschnucken durch ihr Umherziehen die Spinnweben zwischen den Büschen, sodass die Bienen dort nicht hinein fliegen und gefangen werden. Wenn der Mensch dort eingreifen würde, würde das System der Natur nicht mehr funktionieren.

Insgesamt beeinflusst der Mensch die Heide nur im positiven Sinne, da die gesamte Region sich an das Naturschutzgebiet angepasst hat, indem sie zum Beispiel Kutschfahrten oder Wanderungen anbieten. Zudem sind im Naturschutzgebiet keine Autos zugelassen.

von  Jana W. und Jana L.

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